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Beethovenjahr 2020

 

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Siegel „Interkulturell orientiert“

Die Kernaufgabe von Integration ist es, öffentliches Bewusstsein zu schaffen, dass interkulturelle Öffnung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Aus dieser Idee heraus entwickelten  die drei Integrationsagenturen von Caritas, Diakonie und Kurdischer Gemeinschaft Rhein-Sieg/Bonn gemeinsam mit dem Kommunalen Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises das Siegel „Interkulturell orientiert“. 

 

Der Rhein-Sieg-Kreis will Vorreiter dieser Idee mit dem neuen Siegel „Interkulturell orientiert“ auszeichnen und viele andere für das Thema sensibilisieren.   Das Siegel „Interkulturell orientiert“ ist eine Urkunde, die Organisationen, Institutionen und Unternehmen verliehen wird, die den Prozess der interkulturellen Öffnung eingeleitet und erste Schritte hin zu einer Nachhaltigkeit unternommen haben. Erhalten kann die Auszeichnung jede Verwaltung, Organisation und Institution im gesamten Rhein-Sieg-Kreis - unabhängig von ihrer Größe. Es müssen allerdings bestimmte Kriterien erfüllt sein. Eine wichtige Voraussetzung für den Erwerb des Siegels ist die Durchführung von Weiterqualifizierungen im Bereich der interkulturellen Kompetenz. Damit zeigt die Einrichtung  bereits, dass sie Integration als Querschnittsaufgabe verstanden hat und in das öffentliche Bewusstsein heben will. Es soll selbstverständlich sein, Interkulturalität zu leben und auch in den beruflichen Alltag einfließen zu lassen.

 

Ein Siegel als Prozess

 

Bedeutsam ist, dass  mit der Siegel-Verleihung ein solcher Prozess nicht als abgeschlossen angesehen wird. Es handelt sich also nicht um eine „Auszeichnung“  für vergangene Leistungen, sondern um einen Zwischenschritt. Aus diesem Grunde  wird in einem festgelegten Turnus von zwei Jahren überprüft, ob die siegeltragende Einrichtung weitere Schritte vorgenommen hat. Das Siegel bietet zudem die Chance, sich im Rhein-Sieg-Kreis mit unterschiedlichen Institutionen zu vernetzen und gemeinsam den Weg der interkulturellen Öffnung zu gehen. Um den Prozess wirksam und zielorientiert zu gestalten, ist es eine große Chance durch die Begleitung von erfahrenen Integrationsagenturen und dem Kommunalen Integrationszentrum diesem Ziel professionell näher zu kommen und diesen lohnenden Prozess zu begehen.

 

Die dezentralisierte Struktur der Gemeinde Swisttal  als Flächengemeinde im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis bestehend aus 10 Ortschaften bedeutet für die Integrationsarbeit eine besondere Herausforderung. Mit dem Erfolg der Erlangung des Siegels würde Swisttal den rechtsrheinischen Gemeinden Niederkassel und Königswinter folgen. Das Siegel wird von einer Jury verliehen, an der die drei Integrationsagenturen und das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises beteiligt sind. Es wird gebündelt einmal jährlich bei einer offiziellen Feierstunde an die Organisationen verliehen, die sich erfolgreich beworben haben. Nach Erhalt der Urkunde können die Organisationen das Logo“ Interkulturell orientiert“ beispielsweise für ihre Öffentlichkeitsarbeit einsetzen. Das Verfahren zum Erwerb des Siegels dauert etwa ein Jahr. Danach wird der Zwischenstand geprüft. Nach zwei Jahren findet die erste Re-Zertifizierung statt und wird dann alle zwei Jahre wiederholt.

 

Interessensbekundung der Gemeinde Swisttal

 

Die Gemeinde Swisttal hat mit der Neueinstellung einer Integrationsbeauftragten in der Gemeinde Swisttal seit dem 01.09.2018 den Anstoß gegeben, Integration als Querschnittsaufgabe und die Integrationsbeauftragte als Schnittstelle zwischen Geflüchteten, Kommune, Helfern, Verwaltung und Bürgern zu verstehen. Im Herbst 2018 konnte dann die offizielle Interessenbekundung und Antragstellung beim Kommunalen Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises vorgenommen werden. Der Prozess wurde in Begleitung durch das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises und der als Integrationsagentur tätigen Kurdischen Gemeinschaft/Rhein-Sieg/ Bonn e.V. eingeleitet. Im Dezember 2018 fand ein erstes Beratungsgespräch im Rathaus der Gemeinde Swisttal statt. Dabei wurden verschiedene Schritte und Ziele für den Prozess der interkulturellen Öffnung thematisiert und „Meilensteine“  festgelegt. Bei der Einleitung des Prozesses war insbesondere zu beachten, dass die Entscheidung zur interkulturellen Öffnung von den verantwortlich handelnden Personen  getragen und begleitet wird.  Die Gremien des Rates werden über die Fortführung des Prozesses und die weiteren Schritte regelmäßig informiert. Frau Gohar Farshi vom Kommunalen Integrationszentrum und Frau Ilkay Yilmaz von der Integrationsagentur werden die Gemeinde bei dem Prozess individuell begleiten. Ebenso ist eine Einbindung des Runden Tisches Integration vorgesehen, in dem alle Helferkreise in Swisttal, die Kleiderstuben aus Buschhoven, Heimerzheim und Odendorf,  die Swisttaler Tafel, der Gemeindesportverband Swisttal,  der Förderverein Flüchtlingshilfe, die Kinder AG, das Katholische Familienzentrum, das Café International, die Interkulturelle Begegnungsstätte etc. vertreten sind. Vertreter des Kommunalen Integrationszentrums des Rhein-Sieg-Kreises und der als Integrationsagentur tätigen Kurdischen Gemeinschaft/Rhein-Sieg/ Bonn e.V. stellten dem Runden Tisch Integration das Konzept des Siegels „Interkulturell orientiert“ im März vor.

 

Pressetext: Siegel „Interkulturell orientiert“ des Rhein-Sieg-Kreises für Prozess der Interkulturellen Öffnung



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